Kleingedrucktes

Zitronenmelisse


Die Zitronenmelisse stammt aus dem Vorderen Orient und war bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt. Sie war der Göttin Diana geweiht. Der botanische Name Melissa bedeutet Honigbiene und die Pflanze wurde früher in Griechenland oft in die Nähe von Bienenstöcken gepflanzet, da man glaubte, dass sie einen beruhigenden Einfluss auf die fleißigen Tierchen hätte.
Tatsächlich hat die Zitronenmelisse beruhigende Eigenschaften und kann als schlaffördernder Tee abends getrunken werden. Auch setzt man die Zitronenmelisse in der Aromatherapie gegen Depressionen ein. Der Duft ist wahrlich betörend und macht irgendwie gute Laune.

bild von zitronenmelisse
Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten der Zitronenmelisse. Einige haben einen erhöhten Citronellalgehalt, andere eine gelbliche Blattfärbung. Sie bevorzugt frische Standorte im Halbschatten in guter Gartenerde. Im Frühling erscheinen die kräftig grünen Blätter Ende April. Im Mai und Juni sind die Blätter am aromatischsten, können aber auch während der Blütezeit geerntet werden.

In sehr heißen Sommern braucht die Pflanze viel Wasser, sonst kann es passieren, dass sie über die heißen Monate einzieht. Meistens treibt die Zitronenmelisse dann im Spätsommer nochmal aus. Um einen kompakten Wuchs zu erhalten, sollte sie regelmäßig geschnitten werden, aber das passiert meist sowieso, das sie ja so lecker ist. Nicht nur als Tee, sondern auch in Limonade, in Fruchtquark oder als Eis berreichert sie den Geschmack durch ihr herrliches Zitronenaroma.

Tee und Rezepte


Zitronenmelissentee ist köstlich erfrischend. Auf einen Liter kochendes Wasser kommen etwa eine handvoll Blätter, die man frisch von der Pflanze schneidet. 10-15 Minuten ziehen lassen. Übrigens kann man auch die Pflanze verwenden, wenn sie blüht. Die Blüten haben ebenfalls ein zitroniges Aroma. Getrocknet verliert die Zitronenmelisse viel an Aroma, aber die Inhaltstoffe bleiben erhalten. Zitronenmelisse hat eine beruhigende Wirkung und ist oft Bestandteil von Schlaftees.

Limonade aus Zitronenmelisse


Es gibt mehre Varianten, eine Limonade aus Zitronenmelisse herzustellen. Puristen verwenden zwei Handvoll der frischen Blätter und geben sie in eine Karaffe. Dazu kommen 2 Eßlöffel grober Kristalzucker, die Scheiben von zwei Zitronen und gecrashte Eiswürfel. Mit einem Stampfer werden alle Zutaten zerdrückt. Das Ganze wird mit einem Liter kaltem Wasser übergossen.

Kalt angesetzter Zitronenmelissensirup


Eine zweite Variante ist eine Limonade aus Sirup herzustellen. Der Vorteil liegt darin, dass der Sirup mehrere Monate haltbar ist.
Zutaten:

1 kg Kristallzucker
1 l Wasser
200 g frische Zitronenmelissenblätter mit Stielen
eine Zitrone, klein geschnitten
25 g Zitronensäure


Alle Zutaten in ein Gefäß aus Plastik oder Ton geben. Kein Metall verwenden, da dieses durch die Säure angegriffen wird. 2 Tage dunkel und kühl stellen, dabei ab und zu umrühren. Absieben und in kleinen Flaschen füllen. Kühl ist dieser Sirup etwa ein halbes Jahr haltbar. Im Verhältnis 1:10 kann man ihn mit Eiswasser oder auch Sekt auffüllen.

Omelette mit Schafskäse


Omelette mit Schafskäse
Zitronenmelisse passt auch sehr gut zu würzigen Gerichten. Gerade wenn man sie mit weiteren Kräutern kombiniert.

Zutaten:
2 Eier
eine halbe Tasse Milch
50 g Schafskäse/ Feta
eine Tomate
Salz
Butter oder Öl zum Braten
je ein Zweig Thymian, Organo und Zitronenmelisse


Die Eier mit dem Salz und der Milch verquirlen, Feta in Würfel schneiden. Die Kräuter klein schneiden, die Tomate in Scheiben schneiden. Fett in einer Pfanne erhitzen und die Eier hineingeben, den Feta und die Tomate darauf verteilen, mit einem Deckel zudecken und bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten stocken lassen. Das Omelette ist fertig, wenn der Käse geschmolzen ist und die Eiermasse komplett fest geworden ist. Die Kräuter darauf verteilen und das Omelette zusammenklappen. Dazu passt gut Tomatenreis.

bild von zitronenmelisse